Mehrwerte für Nutzer schaffen!

Contextual Targeting (dt.: Kontext-Targeting) bietet eine weitere Möglichkeit zur Zielgruppenansprache im Programmatic Advertising. Werbemittel können anhand von Keywords und Kontext auf einer Website ausgesteuert werden. Fortschritte innerhalb der semantischen Informationsverarbeitung machen das Contextual Targeting möglich. So können in Echtzeit und mit einer hohen Geschwindigkeit bis zu 95% des Webs von einem „Crawler“ auf Kontext und Keywords untersucht werden. Innerhalb des Programmatic Advertising können dann beispielsweise Werbeanzeigen eines Automobilherstellers neben redaktionellen Inhalten über die IAA Auto-Messe geschaltet werden.

Vorteile?!

Der entscheidende Vorteil wird recht schnell deutlich: Contextual Targeting schaut sich nicht den Nutzer an, sondern das Web und inhaltliche Bedeutungszusammenhänge. Es werden also keine personenbezogenen Daten verwendet. Nach dem DSGVO-Beben scheint das Contextual Targeting eine sinnvolle Alternative zu sein. Durch die gezielte und individualisierbare Anzeigenschaltung können außerdem Streuverluste weiter verringert werden, da die Inhalte der Kampagne und dessen Werbemittel mit den Inhalten der Webseiten korrelieren. Liest ein Nutzer beispielsweise einen Blog über Reisen in Skandinavien und bekommt über ein kontextuelles Targeting eine Werbeanzeige über eine Pauschalreise innerhalb Skandinaviens angezeigt, so wird der Content des Blogs zielgruppengerecht ergänzt. Der entstandene Mehrwert ist eine gute Grundlage für eine höhere Klickrate und Verweildauer.

Schwachpunkte?!

Ein möglicher Schwachpunkt des Contextual Targeting ist die Austeuerung auf irrelevanten Umfeldern aufgrund von Synonymen. Dem kann jedoch durch eine kontextuelle Analyse und durch den Ausschluss von Keywords (individualisierbar) entgegen gewirkt werden. So kann verhindert werden, dass Werbeanzeigen einer Finanzbank auf einer Infoseite zu Gartenbänken geschaltet werden.

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Bildnachweis: Unsplash, Ewan Robertson @ewan121